FOKUS DES MONATS MAI 2016: DIE LIEBE EINER MUTTER

by David Life |
May, 2016
Fokus des Monats
Mai 2016
Die Liebe einer Mutter
Om sarva mangala-mangalye shive-sarvartha-sadhike sharanye tryambake gauri Narayani namo’stu te
Ich grüße die dreiäugige Heilige Mutter Narayani, die absolutes Glück verheißt und die die Sehnsucht nach Befreiung erfüllt. Mit ihrem Segen erlangt man Selbsterkenntnis. Sie ist die Mutter Erde. Nur durch die Erfahrung des Lebens kann die Seele vollkommen werden. Würdige dieses Geschenk, Dein Leben, verbeuge Dich vor Mutter Natur.
Durga Saptashati, chapter 11
Nach dem Hinduismus und der Yogaphilosophie ist dein erster Lehrer und Guru deine Mutter – die Entstehung (oder Schöpfung) deines Lebens ist dieser Guru. Jeder von uns hat eine unterschiedliche Beziehung zu seiner biologischen Mutter. Wir haben vermutlich von unserer Kindheit an Konflikte, Enttäuschungen und Missverständnisse mit unseren Eltern oder Erziehern erfahren, und einige dieser Konflikte sind möglicherweise bis heute nicht gelöst. Lehrer kommen auf vielen Wegen und in vielen Bereichen unseres Lebens zu uns. Dieser erste Lehrer war unsere Mutter bei der Geburt, so wie die Erde unsere Mutter der Schöpfung ist. Um die Kraft der Schöpfung zu schätzen, ist das Leben aller als wertvoll zu betrachten, nicht nur menschliches Leben, sondern auch die Lebenskraft, die durch alle Lebewesen fließt.
Planet Erde selbst ist in der Philosophie des Hinduismus gemeint, wenn es um die Mutter, Göttliche Mutter oder Ma geht – sie ist die kreative Komponente, die Luft, Nahrung und Wasser für das Überleben aller Lebewesen bereitstellt, die sie bewohnen. Wenn wir unsere gegenwärtige Beziehung mit der Mutter betrachten, mögen wir Ähnlichkeiten zu unserer Beziehung mit unserer leiblichen Mutter sehen. Es gibt Zeiten, in denen wir aufeinanderprallen, Zeiten, in denen wir sie ignorieren und Zeiten, in denen wir Dinge tun, die sie verärgern. Dennoch, durch beide, unsere leibliche Mutter und die Göttliche Mutter, sind wir unbestreitbar mit der Quelle unseres Lebens verbunden. Im Hinduismus hat die Göttin viele Inkarnationen. Die Verkörperung der Göttin ist die Verbindung zwischen der Rolle unserer Mutter und dem Göttlich Weiblichen oder Shakti.
Die Liebe einer Mutter ist bedingungslos. Sie weiß, dass wir sie aufgrund unserer bloßen Existenz verletzen werden – dennoch fährt sie fort, uns mit aller Kraft ihres Herzens zu nähren und zu unterstützen. Jedes Jahr werden tausende Wälder abgeholzt, Ozeane, Flüsse und Seen werden verschmutzt, und gigantische Löcher werden in Sie hinein gebohrt. Aber es ist nicht nur die Erde selbst, die ausgebeutet wird, auch ihre nichtmenschlichen Bewohner. Zum Beispiel: menschlicher Konsum von Milchprodukten erfordert die erzwungene Schwangerschaft von Milchkühen, deren Babys ihr sofort nach der Geburt weggenommen werden; dann werden diese Kühe wieder geschwängert, damit sie weiter Milch produzieren. Die entstehende Milch, welche für ihre Babys bestimmt ist, wird von Menschen gestohlen und an andere Menschen gewinnorientiert verkauft. Die Ausbeutung, die durch die Milchindustrie verursacht wird, entspringt dem Glauben, dass die Erde und ihre nichtmenschlichen Bewohner Rohstoffe und keine Göttlichen Lebewesen sind, und sie werden an ihrem potenziellen finanziellen Wert gemessen, anstatt an ihrem Wert für die Verbindung zu dieser Kraft, die durch jedes und jeden von uns fließt. Wir können darin übereinstimmen, dass Leben heilig ist, dennoch tendieren viele von uns dazu, das Leben einiger mehr zu wertschätzen als anderer, menschliches Leben mehr als nichtmenschliches Leben.
Was benötigt wird, um dieses Verständnis von Eigentum, das im Zusammenhang mit der Göttlichen Mutter besteht, zu ändern – und zu einem Ort von Harmonie mit unserer wahren kreativen Seite zurück zu kehren – ist zu akzeptieren, anzuerkennen und alle Leben, alle Seiten einer Mutter zu ehren, welche Form Sie auch annimmt, entweder Menschen oder nichtmenschliche Tiere, Pflanzen oder Geist. Der Yogi strebt nach einer beiderseitig vorteilhaften Beziehung aller Existenz, mit all denen, die die Erfahrung des Lebens auf diesem Planeten teilen, und gleichzeitig im ganzen Universum. Die Kraft der Mutter zu ehren und zu respektieren, Sie als Lebewesen zu sehen – als Göttin – bedeutet sich fortzubewegen von Trennung und sich der Einheit mit der Quelle unseres Seins zu nähern. Jai Ma!
—Doug Whittaker
Copyright Deutsche Übersetzung: Jivamukti Berlin GmbH. Der Englische Originaltext findet sich unter http://jivamuktiyoga.com/teachings/focus-of-the-month/p/mothers-love
 
Translation by – Jivamukti Berlin GmbH Team